Ratgeber: Zahnästhetik

Inhalt

Einleitung
Geschichte der Zahnästhetik
Behandlungsmöglichkeiten und -methoden
Kosten und Kostenübernahme
Experteninterview mit Dr. med. dent. Yoo
Fazit
Quellen

Einleitung

Es gibt kaum einen Menschen, der sich nicht strahlend weiße und gesunde Zähne wünscht. Immerhin trägt ein vollkommenes Gebiss auch maßgeblich zu unserem äußeren Erscheinungsbild bei. Zahnfehlstellungen bewirken oft einen leicht „dümmlichen“ Eindruck, Verfärbungen erscheinen ungepflegt. Weisse Zähne und lückenlose Zahnreihen sorgen hingegen für eine Zahnästhetik und Ausstrahlung, die Sympathien gewinnt und Türen öffnet.

Die ästhetische Zahnmedizin wendet sich somit an junge und ältere Generationen, an Frauen sowie Männer – und hat dabei nur am Rande mit der Mundgesundheit an sich zu tun. So interessieren sich in der Regel überwiegend jüngere Generationen für Zahnschmuck, ältere Patienten denken über einen hochwertigen Zahnersatz nach. Eine schonende Zahnaufhellung in Verbindung mit der professionellen Zahnreinigung (PZR) in der Zahnarztpraxis ist hingegen bei allen Patienten gleichermaßen gefragt.

Doch die Verantwortung einer Zahnklinik bzw. eines Zahnarztes geht über das strahlende und verzaubernde Lächeln der Patienten weit hinaus:

✔ Jeder Zahnbehandlung sollte eine sorgfältige Parodontie-Prophylaxe vorausgehen, außerdem muss auch ein gesundes Zahnfleisch gegeben sein.

✔ Ein vertrauenswürdiger Zahnarzt geht individuell auf die Wünsche, aber auch auf die reellen Möglichkeiten seiner Patienten ein – eine ausführliche Beratung rund um die Zahnästhetik ist Grundvoraussetzung.

✔ Zahnerhalt geht vor Zahnaesthetik, daher sollte jeder Behandlungsschritt hinsichtlich der Vor- und Nachteile gemeinsam mit dem Patienten wohlüberlegt sein.

✔ Auch bei der Auswahl der Materialien und dem im Hintergrund mitwirkenden Zahntechniker ist größte Sorgfalt einfach Pflicht.

✔ Der Patient sollte vor Behandlungsbeginn eine transparente Kostenübersicht in die Hand bekommen und darüber aufgeklärt werden, dass gesetzliche Krankenversicherer die Kosten rein ästhetisch bedingter Maßnahmen der Zahnheilkunde in der Praxis nicht übernehmen.

Sind all diese Punkte zwischen Zahnarzt und Patient geklärt, so steht der ästhetischen Aufwertung von Zahn und Zähnen für ein verführerisches Lächeln nichts mehr im Wege: Bleaching, Lumineers und Veneers, Füllungen der Zahnsubstanz, Zahnimplantate mit Keramik- bzw. Vollkeramik-Überkronung, Brücken in perfekter Zahnfarbe – dank der Vollnarkose brauchen selbst Angstpatienten nicht mehr auf schöne und gleichzeitig auch gesunde Zähne zu verzichten!

Geschichte der Zahnästhetik

Schon lange weiß die Menschheit um die Wirkung eines schönen Lächelns: Es lässt uns selbstsicher wirken, verleiht uns eine starke Ausstrahlung – Aspekte, die uns nicht erst seit Anbruch moderner Zeiten wichtig sind. So gab es immer schon Bestrebungen, die Zähne möglichst perfekt wirken zu lassen – weiß, gerade, strahlend.

➜ Lächeln wie Marylin Monroe und Shirley Temple

In den 30er-Jahren entwickelte Dr. Charles Pincus – Zahnarzt der berühmten Hollywood-Stars – den ersten Vorläufer der Veneers. Er befestigte hauchzarte Keramikplättchen auf den Zähnen von niemand geringerem als Marylin Monroe, die nicht zuletzt auch für ihr bezauberndes Lächeln berühmt war. Auch Kinderstar Shirley Temple setzte auf diese Art der Verschönerung. Das Haftpulver, mit dem die Keramikschalen auf dem Zahn befestigt wurden, hielt allerdings maximal für einen Drehtag und so mussten die kleinen Plättchen immer wieder erneuert werden.

➜ Urin zur Zahnaufhellung

Weiße Zähne galten schon vor Jahrhunderten als Zeichen des Wohlstands, daher waren obere Schichten stets auf der Suche nach einer effektiven Zahnaufhellung – was zum Teil recht abstruse Maßnahmen hervorbrachte: So versuchten die Menschen damals ihre Zähne mit menschlichem oder tierischem Urin oder gar mit Säuren und Chemikalien aufzuhellen.

➜ Dreitausend Jahre der Implantologie

Tatsächlich zählen Implantate zu den ältesten Methoden der Zahnbehandlung – wobei hier davon auszugehen ist, dass neben ästhetischer Aufwertung auch praktische Gründe verfolgt wurden. Funde belegen, dass schon vor 2000 bis 3000 Jahren unterschiedliche Materialien als Zahnersatz Verwendung fanden, darunter sowohl anorganische Materialien wie Eisen und sonstige Metalle, aber auch organische Materialien, z. B. Holz und Elfenbein.

➜ Fazit

Der Traum von wunderschönen, geraden und strahlend weißen Zähnen ist nicht neu. Doch er beflügelte die Forschung und Entwicklung rund um die ästhetische Zahnbehandlung und machte sie zu dem, was sie heute ist … und morgen sein wird!

Behandlungsmöglichkeiten und -methoden

 

✔ Zahnaufhellung/Bleaching

Gelblich-braun verfärbte Zähne zerstören unser optisches Gesamtbild und infolgedessen leider auch unsere sympathische und gewinnende Ausstrahlung. In der Regel beruhen derlei Verfärbungen auf folgenden Faktoren:

✘ Koffeingenuss
✘ Nikotingenuss
✘ Alkoholkonsum
✘ fortschreitendes Alter
✘ Genetik

Und hier kommt die Zahnaufhellung – das sogenannte „Bleaching“ – ins Spiel, um unschöne Farbmoleküle aus dem Zahnschmelz dauerhaft herauszulösen und so die gewohnte Sauberkeit und Reinheit wiederherzustellen.

Auch wenn es bereits Bleaching-Produkte aus der Drogerie zur Selbstanwendung gibt, sollten Sie den Besuch beim Zahnarzt nicht meiden. Dieser prüft im ersten Schritt, ob Zahnfleisch und Zähne wirklich gesund genug sind, um der Belastung einer Zahnbleichung auch tatsächlich standzuhalten. Anschließend legt er durch eine professionelle Zahnreinigung (PZR) die Weichen für eine optimale Mundgesundheit, die jedem Bleaching unbedingt vorangestellt sein sollte.

Wie die Behandlung anschließend fortgesetzt wird, sollten Sie im Vorfeld genau mit dem Zahnarzt Ihres Vertrauens besprechen, in der Regel sind folgende Varianten möglich:

➊ Bleaching in der Praxis

Zahnarztpraxen setzen meist auf die sogenannte Oxidationsbleiche, die aus Wasserstoffperoxid oder anderen Chlorverbindungen besteht. Sie setzen Sauerstoff frei und zerstören die im Zahnschmelz verhafteten Farbstoffe im Oxidationsprozess. Die Erfolge bleiben für ein bis zwei Jahre sichtbar, anschließend sollte die Behandlung wiederholt werden.

Der behandelnde Zahnarzt füllt ein solches Bleichmittel in eine Schiene ein, welche dann für rund 60 Minuten auf der Oberfläche Ihrer Zähne angebracht wird. Die gewünschte Zahnfarbe sollte nach etwa zwei oder drei Sitzungen erreicht worden sein.

➊ Bleaching für Zuhause

Hier wird eine Schiene speziell für Sie angefertigt und Ihnen mitsamt des Bleichmittels nach einer kurzen Einweisung mit nach Hause gegeben. Nach einer sorgfältigen Zahnpflege bringen Sie das Bleichmittel über die Schiene dann selbst auf und erzielen erste sichtbare Erfolge nach einem Zeitraum von etwa zwei oder drei Wochen.

➜ Zu beachten ist allerdings, dass das Bleaching nur bei natürlichen Zähnen funktioniert, d. h. der künstliche Zahnersatz – wie Brücken, Kronen oder Zahnfüllungen – erfährt keine Aufhellung.

✔ Veneers und Lumineers

Es gibt kaum eine Errungenschaft unserer modernen Zahnmedizin, die sich derart schnell etablierte wie das zunächst so unscheinbare Veneer – insbesondere die hauchdünnen Lumineers zählen zu den schonendsten Verfahrensweisen überhaupt, sorgen aber für geradezu verblüffende Ergebnisse:

✔ Schiefe Zähne werden begradigt.
✔ Defekte am Zahnschmelz sind nicht mehr zu sehen.
✔ Zu klein geratende Zähne werden vergrößert.
✔ Abgebrochene Zähne werden ausgebessert.
✔ Verfärbte Zähne erhalten ihr strahlendes Weiß zurück.
✔ Unerwünschte Zahnzwischenräume werden geschlossen.
✔ Kantige Oberflächen werden repariert.
✔ Alte Kronen und Brücken wirken wieder wie neu.
✔ Die Lachlinie sieht einfach wieder schöner aus.
✔ Die Facette aus Keramik erweist sich biologisch als hoch verträglich.
✔ Das Veneer ist lichtdurchlässig und verleiht dem Gebiss somit ein natürliches Aussehen.
✔ Die Zahnsubstanz wird nur wenig – beim Lumineer sogar gar nicht – beschliffen.
✔ Plaque und andere Beläge finden auf dem glatten Veneer keinen Halt mehr.

Veneer ist nicht gleich Veneer: Im Prinzip lässt sich die Familie der Veneers in vier Kategorien einteilen:

➊ Konventionelles Veneer

Die konventionelle Keramikschale weist eine Dicke von etwa 1 Millimeter auf und stellt somit die dickste Form eines Veneers da. Infolgedessen muss die Zahnsubstanz hier vor der Befestigung zunächst leicht abgetragen werden.

➋ Non-Prep-Veneer

Das Non-Prep-Veneer – besser bekannt als Lumineer – ist hingegen gerade mal 0,2 – 0,3 Millimeter dünn. Der Vorteil: Es wird ohne Vorbehandlung einfach auf den Zahn geklebt.

➌ Veneer-to-go

Das Veneer-to-go ist noch sehr jung und eine der neuesten Errungenschaft der Zahnästhetik. Der Zahnarzt benötigt hier nur eine einzelne Sitzung, um die Keramik-Verblendung dauerhaft auf dem Zahn zu befestigen.

➍ Composite-Veneer

Das Composit-Veneer besteht nicht aus Keramik, sondern aus einem besonderen zahnmedizinischen Kunststoff. Eine Präparation durch den Zahntechniker ist nicht notwendig, demzufolge kann das Composite-Veneer gleich auf dem Zahn modelliert werden.

✔ Composite Füllungen

Bei den Composite- oder Kompositfüllungen handelt es sich um innovative Hightech-Verbundstoffe, die überwiegend im Bereich der Frontzähne Anwendung finden. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Kompositfüllung im Seitenzahnbereich nur dann, wenn der Patient eine Allergie gegen die Versorgung mit Amalgam nachweisen kann. Obwohl diese quecksilberhaltige Amalgamfüllung seit Jahren in der Diskussion steht, gehört sie nach wie vor zur gängigen Kassenleistung im Bereich der Seitenzähne.

Entscheiden Sie sich jedoch dazu, die Mehrkosten einer Composite Füllung selbst zu tragen, so profitieren Sie von einer äußerst ästhetischen Zahnbehandlung – und Ihre Zähne müssen fast gar nicht mehr beschliffen werden. Kompositfüllungen verfügen über extreme Haftungseigenschaften und halten selbst den Zug- und Druckkräften hoher Belastungen dauerhaft Stand. Eine sorgfältige und verantwortungsvolle Mundhygiene vorausgesetzt weisen derartige Füllungen eine Lebensdauer von sieben Jahren und sogar mehr auf.

Die optimale Ästhetik dieser Behandlungsmethode beruht auf den verschiedenen Farbrezepturen, die es möglich machen, Füllung und Zahnfarbe perfekt aufeinander abzustimmen. Zahnbein- und Schmelzschicht lassen sich infolgedessen naturgetreu wieder aufbauen. Spätestens nach der Politur, die der Füllung einen natürlichen Glanz verleiht, kann selbst der Experte Füllung und Zahn kaum mehr voneinander unterscheiden.

Das Anwendungsfeld jener Kompositfüllungen ist dabei überraschend groß:

✦ Ersatz von quecksilberhaltigen Amalgamfüllungen aus gesundheitlichen oder auch aus ästhetischen Gründen

✦ Ausbesserung von früheren Restaurationen, die misslungen sind, mit der Zeit zerbrochen sind oder sich unschön verfärbten

✦ Korrektur von Fehlstellungen im Frontzahnbereich, ohne Zahnfleisch und Gewebe allzu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen

✦ Wiederherstellung von Zähnen im Frontzahnbereich

✦ Kompositverblendung statt Keramikverblendung, z. B. zur Rekonstruktion abgenutzter Schneidezähne

✔ Inlays

Fügt der Zahnarzt perfekt angepasste Stücke in den Hohlraum eines Zahnes ein, so spricht der Experte von den sogenannten Inlays. Hier ist höchste Präzision gefragt, neueste Computer-Technik ermöglicht allerdings auch die Anfertigung in der Dentalpraxis selbst. Der Vorteil: Das Inlay kann ohne weitere Verzögerung und zusätzliche Termine direkt in den zu behandelnden Zahn eingesetzt werden.

☞ Übrigens: Sollten die Zahnfüllungen doch mal etwas größer ausfallen und über den Zahnhöcker hinausgehen, so wird aus dem „Inlay“ ein „Onlay“ bzw. ein „Overlay“.

Wie bei jeder Füllung so ist natürlich auch die erfolgreiche Inlay-Behandlung von der nach einer Kariesbehandlung noch bestehenden Zahnsubstanz abhängig, damit der Zahn auch künftig dem Kaudruck standzuhalten vermag. Die Behandlung beginnt im positiven Falle mit der Abformung des Hohlraumes. Sollte das Inlay dann aus dem zahntechnischen Labor und nicht aus der Zahnarztpraxis selbst kommen, so wird zusätzlich auch ein Abdruck des Ober- und Unterkiefers genommen. Bis der Zahnersatz am Gipsmodell angepasst und fertiggestellt ist, erhält der Patient ein Provisorium.

Nicht zuletzt stellt sich natürlich noch die Frage: Gold oder Keramik? Kunststoff- und Amalgam-Inlays sind theoretisch zwar auch vorstellbar, in der Praxis allerdings eher selten. Gold zeichnet sich durch eine vergleichsweise hohe Verträglichkeit und lange Haltbarkeit aus. Es ist nicht zu weich, aber auch nicht so hart, dass es benachbarte Zähne beschädigen könnte. Inlays aus Keramik hingegen bieten natürlich einen wesentlich ästhetischeren Wert, denn hier erhält der Patient eine Füllung in Zahnfarbe. Auch die Keramik überzeugt durch eine sehr hohe biologische Verträglichkeit, außerdem schützt sie den Zahn vor unangenehmen Temperaturreizen. Da Keramikinlays gewöhnlich im Labor gefertigt und mittels eines Spezialklebers in den Zahn eingefügt werden, stellt die Frage „Gold oder Keramik?“ letztendlich auch eine preisliche Überlegung dar.

✔ Zahnkronen und Brücken

Zahnkronen und Zahnbrücken fallen unter den festsitzenden Zahnersatz, der möglichst viele Jahre im Mundraum erhalten bleiben sollte.

Die Krone ummantelt den Zahnstumpf bzw. den Implantatpfosten wie eine Art Haube und schützt den Zahn vor äußeren Einflüssen. Sollte tatsächlich nur eine Hälfte des Zahns beschädigt sein, so lohnt es sich, über eine Teilkrone nachzudenken, denn so erhalten Sie möglichst viel der noch vorhandenen Zahnsubstanz.

Zahnbrücken hingegen ersetzen in der Regel einen oder mehrere fehlende Zähne, z. B. nach einer Zahnextraktion. Hier fixiert der Zahnarzt die Brücke mittels eines speziellen Zementes auf den beiden – manchmal sogar auf mehreren – noch gesunden Nachbarzähnen.

Beide Behandlungsmethoden dienen dazu, die Zahnästhetik, aber auch Funktion und Form des Zahnes wiederherzustellen. Ein falscher Zusammenbiss wird vermieden – und damit auch die unangenehmen Folgeerscheinungen:

➜ Kieferschmerzen
➜ Kiefergelenksknacken
➜ Nächtliches Zähneknirschen
➜ Nackenschmerzen
➜ Kopfschmerzen
➜ Rückenschmerzen

Implantate, Kronen und Brücken fallen somit unter die Kassenleistung – der Zahnarzt wird Ihnen eine genaue Kostenplanung überreichen, die Sie noch vor der Behandlung an Ihre gesetzliche und ggf. auch private Versicherung weiterleiten sollten.

Kosten und Kostenübernahme

Generell lässt sich festhalten: Zahnmedizinische Maßnahmen, die rein ästhetische Gründe haben, werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezuschusst. In dem Regelkatalog der gesetzlichen Versicherer befinden sich ausschließlich Zahnbehandlungen, denen starke Schmerzen vorausgehen, die der Karies- und Parodontitis-Prophylaxe oder die der Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Gebisses – z. B. in Bezug auf die Kaufunktion – dienen, z. B. Implantate in Verbindung mit Kronen und Brücken.

Und dennoch kann es sich durchaus lohnen, vor Beginn der ästhetischen Behandlungsmaßnahme bei den gesetzlichen Kassen anzuklopfen, denn:

✔ … insbesondere die professionelle Zahnreinigung (PZR), welche z. B. dem Bleaching unbedingt vorangehen sollte, gewinnt unter den Krankenkassen zunehmend an Anerkennung und Befürwortung – einige Versicherer erklären sich inzwischen dazu bereit, zumindest einen Teil der hierfür anfallenden Kosten zu tragen.

✔ … manchmal locken Bonusprogramme der gesetzlichen Krankenkassen mit einer Teilbezuschussung ästhetischer Zahnbehandlungen.

✔ … sollte die angestrebte ästhetische Zahnbehandlung zur Reduzierung oder gar Beseitigung schwerer psychischer Belastungen beitragen, so kann seitens der Krankenkassen ein psychologisches Gutachten angefordert werden, um eine finanzielle Unterstützung möglich zu machen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich unbedingt mit den privaten Krankenversicherern in Verbindung setzen und eine entsprechende Zahnzusatzversicherung abschließen. Da der Markt allerdings recht hart umkämpft und für den Laien nicht immer einfach zu durchschauen ist, lohnt es sich, einen unabhängigen Versicherungsvergleich in Bezug auf Preis-Leistung durchzuführen.

Insbesondere bei Versicherungsgesellschaften, die mit speziellen Tarifen locken, welche ohne vorherige Wartezeit unmittelbar nach Eintritt des Ernstfalls in Kraft treten, ist Vorsicht geboten. Zwar halten diese durchaus Wort und übernehmen die Kosten einer schon bei Vertragsabschluss anstehenden Zahnbehandlung, doch sollten Sie hier mit vergleichsweise hohen Versicherungsgebühren rechnen. Beugen Sie folglich besser schon früh genug vor!

Experten-Interview mit Dr. med. dent. Yoo, M. Sc.

Zahnästhetik ist ein sehr weitläufiges und interessantes Gebiet der modernen Zahnmedizin. In einem kurzen Interview mit Dr. med. dent. Yoo von Viva Dental konnten die wichtigsten Fragen rund um die ästhetische Zahnbehandlung geklärt werden.

➊ Die Möglichkeiten der Zahnästhetik sind in der heutigen Zeit recht umfangreich geworden: Bleaching, Veneers, Kronen und Brücken … Welche Kriterien berücksichtigen Sie bei der Auswahl der für den Patienten optimalen Behandlungsvariante?

„Das ist ein Zusammenspiel von zwei wesentlichen Faktoren:

1. der Patient: Was sind die Erwartungen des Patienten? Sind diese umsetzbar? Welche Risikofaktoren (Biss-Situation, Bruxismus, Platzmangel etc.) stehen seinen Wünschen gegenüber? Und wie beeinflussen bzw. limitieren diese die Rekonstruktionsvariante? Ist gegebenenfalls sogar eine Gesamtsanierung des Gebisses erforderlich? Dann stellt sich die Frage nach der Art der Rekonstruktion – immer in Abhängigkeit von der Größe des Zahndefektes bzw. vom Ausmaß der zu korrigierenden Situation. Natürlich lassen sich diese Risikofaktoren schon im Vorfeld reduzieren, z. B. durch eine entsprechende Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen, durch Behandlungen bei Parodontitis und Kariesaktivitäten. Auch Ernährungsgewohnheiten spielen eine entscheidende Rolle. Doch letztendlich ist und bleibt die Zahnästhetik immer auch eine Frage der finanziellen Mittel, denn nicht alle Behandlungsvarianten werden von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt.

2. die Materialien: Bei Viva Dental nutzen wir das Wissen aus der Wissenschaft sowie die Ergebnisse weltweit durchgeführter Studien an renommierten Universitäten. Bestimmte Keramikarten bewähren sich in Abhängigkeit von der Lokalisation/Rekonstruktion: z. B. im Seiten- oder Frontzahnbereich, als Einzelkronen oder Brücken, als Rekonstruktion auf Zähnen oder Implantaten. Im Frontzahnbereich erzielen Materialien aus einer Lithium-Disilikat-Glaskeramik sehr hohe ästhetische Ergebnisse.“

➋ Was sind wesentliche Faktoren bei der Auswahl der Materialien und des mitwirkenden Dentallabors?

„Die ausgewählten Materialien müssen durch Eigenschaften wie Biokompatibilität, Langzeit-Stabilität, Festigkeit und eine niedrige Komplikationsrate überzeugen, gleichzeitig aber auch sehr hohe ästhetische Ergebnisse erzielen. Einsatz und Verwendung erfolgen bei unterschiedlichen Indikationen, daher ist eine ausgereifte wissenschaftliche Datenlage mit Langzeitstudien wie Meta-Analysen und Systematic Reviews oder auch durch randomisierte klinische Studien bei der Auswahl der Materialien sehr hilfreich.

In Bezug auf das Dentallabor stellen wir uns in erster Linie die Fragen: Verwendet das Dentallabor die bevorzugten Materialien überhaupt? Besitzt das Labor das richtige Equipment und ausreichend Erfahrung mit den jeweiligen Materialien, um das Endprodukt zu realisieren? Wo liegen die Schwerpunkte des Dentallabors und kann es auf Langzeiterfahrungen mit bestimmten Produkten zurückgreifen?“

➌ Zahnästhetik und Dentalphobie – schließt das eine das andere automatisch aus?

„Überhaupt nicht. Im Gegenteil: Jeder hat Anspruch auf ein ästhetisch funktionelles Gebiss. Und jeder wünscht sich neben einer gesunden Gebisssituation, dass es auch gut ausschaut. Ein ängstlicher Patient bzw. ein Angstpatient legt genauso Wert auf sein Aussehen wie jeder anderer auch.

Hier ist der Zugang zum Menschen das Wichtigste – und dass man Ängste abbauen muss. Oft sind traumatische Erfahrungen in der Vergangenheit die Ursachen einer Phobie. Die Behandlungsart und der Zahnarzt selbst sind meist die Schuldigen.

Zuhören, Geduld und das Ernstnehmen des Patienten mit seinen Wünschen und auch Ängsten sind die fundamentalen Dinge während der Behandlung. Fühlt sich der Patient bei dem Zahnarzt wohl, dann kann es auch keinen Ausschluss von Behandlungen geben. Das darf es auch nicht geben.“

Wir bedanken uns bei Herrn Dr. med. dent. Yoo für das aufschlussreiche Interview!

Fazit

Schöne Zähne – sie verleihen uns Ausstrahlung, stärken unser Selbstbewusstsein, öffnen Tür und Tor sowohl im Berufs- als auch im Privatleben. Kaum verwunderlich also, dass die Menschen schon seit vielen Jahrhunderten – nein, seit Jahrtausenden! – auf der Suche nach Möglichkeiten sind, ihre Zähne ästhetisch aufzuwerten.

So entwickelten sich Holz- und Elfenbein-Implantate zu hochwertigen Titan-Implantaten mit sehr hoher Körperverträglichkeit. Während Urin und Säuren einst den zweifelhaften Ruf genossen, Zähne aufzuhellen, genießen heutige Patienten die sehr viel schonendere Variante der Oxidationsbleiche. Und was mit Berühmtheiten wie Marylin Monroe begann, ist mittlerweile für jeden Patienten, der von geraden, weißen Zähnen träumt, möglich: Veneers und hauchzarte Lumineers.

Das moderne Feld der Zahnästhetik ist weit: Inlays, Brücken, Kronen, Veneers, Bleachings – inzwischen muss sich niemand mehr mit Zahnlücken, schiefen oder verfärbten Zähnen abfinden. Einzig der Kostenfaktor spielt nach wie vor eine wesentliche Rolle, denn gesetzliche Krankenkassen tragen die Kosten einer ästhetischen Zahnbehandlung nur in den seltensten Fällen und unter strengen Voraussetzungen – und selbst dann auch nur zum Teil – mit. Hier empfiehlt es sich, zunächst unverbindliche Angebote privater Zahnzusatzversicherer einzuholen – und das möglichst frühzeitig, um überteuerte Beitragszahlungen zu umgehen.

Und schon steht dem Traum von schönen Zähnen nichts mehr im Wege – selbst Angstpatienten brauchen den Weg zum Zahnarzt heute nicht mehr zu fürchten: Die Dentalphobie ist leider weit verbreitet und beruht nicht selten auf negativen Erfahrungen in der Vergangenheit. Moderne und aufgeschlossene Zahnärzte sind sich der Sensibilität dieses Themas durchaus bewusst und wissen, auf ihre Angstpatienten einzugehen. Ein persönliches Gespräch schafft die Basis für ein gesundes Zahnarzt-Patienten-Vertrauensverhältnis. Und dies wiederum schafft die Basis für gesunde und schöne Zähne – ein Leben lang!

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Quellen

✎ http://www.veneers-dortmund.de/geschichte.html
✎ http://www.viva-dental.de/bleaching-klar-aber-richtig
✎ http://www.viva-dental.de/leistungsspektrum/composite-fuellungen
✎ http://www.viva-dental.de/leistungsspektrum/inlays
✎ http://www.viva-dental.de/leistungsspektrum/veneers
✎ http://www.viva-dental.de/leistungsspektrum/zahnbruecken
✎ http://www.viva-dental.de/leistungsspektrum/zahnkronen
✎ http://de.wikipedia.org/wiki/Zahnaufhellung
✎ http://de.wikipedia.org/wiki/Zahnimplantat

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