Langzeit-Studie: OsseoSpeedTM Implantate I

Als Zahnarzt, dessen Tätigkeitsschwerpunkt unter anderem in dem Gebiet der Implantologie zu finden ist, befasst sich Dr. med. dent. Joung-Min Yoo beinahe täglich mit den Sorgen und Zweifeln seiner Patienten. Immerhin handelt es sich bei der Implantatversorgung um einen operativen Eingriff, der zudem mit Kosten verbunden ist, die der Patient zum Teil selbst zu tragen hat. Dr. med. dent. Yoo versteht das Bedürfnis seiner Patienten, wissen zu wollen, was sie von ihrem künftigen Implantat zu erwarten haben: Wie lange wird es halten? Welche individuellen Erfolgsaussichten bestehen?

➩ Grund genug für den Gründer und Inhaber der Zahnarztpraxis Viva Dental, sich an einer groß angelegten und umfassenden Studie zu beteiligen, die heute konkrete Antworten auf diese Patientenfragen liefert.
 

Langzeit-Studie zur Verwendung von OsseoSpeedTM Implantaten in privaten Zahnarztpraxen

Hürlimann, Sara D; Eberhard, Marcus; Reimann, Johannes; Ferjencik, Ruth; Icoglu, Fatime; Koulocheris, Panagiotis; Yoo, Joung-Min; Momkvist, Magnus

[Präsentation beim 3. Astra Tech Weltkongress in Gothenburg, Schweden; Mai 2012]

 
Studie: OsseospeedTMZu den bereits durchgeführten Studien in Bezug auf Implantate, die ein spezifisches Ziel in einer zuvor sorgfältig festgelegten Gruppe von Studienteilnehmern verfolgen, sind auch umfangreichere Studien zu typischen Implantatpatienten sowie zu den Resultaten einer routinemäßigen Implantatbehandlung in der klinischen Praxis notwendig.

➩ Das Ziel der hier vorliegenden Studie war es, das Astra Tech OsseoSpeedTM Implantat als Routinemaßnahme in privaten Zahnarztpraxen zu bewerten:

Acht Klinikärzte trugen ihre zuvor in fünf Zahnkliniken der Schweiz gesammelten Daten zusammen, um eine vollständige Aufzeichnung über alle Patienten anzufertigen, die zwischen November 2007 und Januar 2012 mit einem OsseoSpeedTM Implantat versorgt wurden.
 

Studienergebnis: OsseoSpeedTM Implantate weisen eine Erfolgsquote von 99,1 % auf!

Insgesamt erhielten 563 Patienten in diesen fünf Kliniken und innerhalb des genannten Zeitraums 1028 OsseoSpeedTM Implantate. Das durchschnittliche Alter dieser Patienten lag bei 52 Jahren – die Spannweite lag zwischen 20 und 85 Jahren. 51 % der Patienten waren Männer, 19 % aller Patienten rauchten.

Mehr als sie Hälfte der Patienten – 53 % – erhielten nur ein einziges Implantat; auf einen einzelnen Patienten kamen im Höchstfall acht Implantate. Fast alle Implantate – 93 % – wurden in verheilte Zahnleisten eingesetzt, 56 % dieser Implantatorte erforderten vor oder während des Implantateinsatzes eine Implantatbettpräparation (Aufbereitung des Knochenbetts). In 97 % der Behandlungen musste ein Schleimhautlappen gebildet werden und für 67 % der Implantate wurden zweistufige Operationsprotokolle angefertigt.

Bei den gebräuchlichsten OsseoSpeedTM Implantaten handelt es sich um die Implantate mit einem Durchmesser von 3,5 und 4,0 mm; die Länge betrug zumeist 11,0 oder 13,0 mm. Sie verteilen sich gleichermaßen über den Ober- und Unterkiefer, finden sich aber häufiger in den hinteren als den vorderen Mundregionen. Rund 79 % aller Implantate ersetzen Prämolare (vordere Backenzähne) und Molare (Backenzähne).

OsseoSpeedTMBislang standen 173 Patienten mit insgesamt 311 OsseoSpeedTM Implantaten für mindestens 12 Monate unter Beobachtung; 68 Patienten mit 137 Implantaten sogar für mindestens 24 Monate. Neun der 1028 eingesetzten Implantate erwiesen sich als Misserfolg, was zu einer Erfolgsrate von 99,1 % führt: Acht dieser Fehl-Implantate gingen noch vor der Belastung verloren, ein Implantat wurde sieben Monate nach Belastung wegen Periimplantitis entfernt. Röntgenaufnahmen zeigten einen deutlichen Knochenverlust von 0,19 mm; nach der Entfernung erwies sich das Knochenlevel mit einem Abbau von 0,12 mm in den ersten 12 Monaten und 0,17 mm nach 24 Monaten als verhältnismäßig stabil.
 

Schlussfolgerung

➩ Die Studie belegt, dass OsseSpeedTM Implantate vorhersehbare Ergebnisse bewirken – insbesondere in Bezug auf die Erfolgsquote und auf Veränderungen des Knochenlevels – wenn sie in Form einer Routinebehandlung von Klinikärzten in privaten Zahnarztpraxen der Schweiz zum Einsatz kommen.

[Original-Poster: Poster D-2010-014 ATWC 2012 Final 120507]