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Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) – wenn der Kiefer Kopfschmerzen verursacht

By: | Tags: | Comments: 0 | September 15th, 2017

Craniomandibuläre Dysfunktion, abgekürzt CMD, steht für eine Fehlfunktion, die dann entsteht, wenn Kiefer und Schädel nicht mehr einwandfrei zusammenarbeiten. Beim Patienten löst diese Dysfunktion schmerzhafte Kopfschmerzen aus.
Schuld an dieser Fehlfunktion sind folgende Komponenten:

• Nacken,
• Kopf,
• Zähne,
• Kaumuskulatur,
• Schulterregionen,
• beide Kiefergelenke.

Über 10 % aller Zahnarztpatienten in Deutschland erleiden im Laufe ihres Lebens eine craniomandibuläre Dysfunktion.

Ursachen und Symptome einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) auf einen Blick:

Auf den ersten Blick wird kaum jemand vermuten, was sich hinter unseren Zähnen tatsächlich verbirgt. Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch schnell, was unsere Zähne wirklich sind: präzise, genau aufeinander abgestimmte kleine Kauwerkzeuge, die nicht nur unsere Nahrung zerkleinern, sondern zudem auch noch unsere Kiefergelenke schützen, stützen und führen. Bei der Zerkleinerung von Nahrung werden Kaukräfte zwischen 500 Gramm bis hin zu 30 Kilogramm freigesetzt.

Werden die Zähne jedoch übermäßig beansprucht, kann dies schwerwiegende Folgen haben: Knirschen Menschen beispielsweise nachts mit den Zähnen, so wird ein Kaudruck von bis zu 1,5 Tonnen erreicht. Dieser immense Kaudruck sorgt für einen Abrieb der Zähne. Besonders problematisch ist dieser Abrieb an den Eck- und Schneidezähnen. Durch den nächtlichen Abrieb werden die Zähne nicht nur kürzer, sondern auch deutlich schmerzempfindlicher. Im Gegensatz zu den Zähnen nimmt die Kaumuskulatur deutlich an Masse zu – der Verlust der optimalen Bisshöhe ist die Folge.
Eine weitere Folge des nächtlichen Zähneknirschens ist die unruhige Schlafsituation. Diese äußert sich durch unangenehme Kopfschmerzen, die vorwiegend im Bereich der Schläfen auftreten. Durch eine hohe Schmerzintensität erinnern diese Schmerzen oft an einen Migränekopfschmerz.

Gelenkknacken – jeder zweite Patient in Deutschland hat sich einem Zahnarzt schon einmal mit diesen Symptomen vorgestellt. Nicht immer muss das Knacken des Kiefers zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen. Können die Kiefergelenke jedoch nicht mehr optimal zusammenarbeiten, kann dies schwerwiegende Folgen nach sich ziehen:

• Hat eine Parodontitis in der Vergangenheit zu Vorschäden an den Zähnen geführt, droht Zahnverlust.

• Kieferbewegungen können nur noch unter Schmerzen oder mit Einschränkungen ausgeführt werden.

• Ohrenschmerzen und Tinnitus können durch eine suboptimale Lage der Kiefergelenke zueinander ausgelöst werden.

• Geht das Zusammenspiel der Kauflächen zueinander verloren, führt dies zu Schmerzen und Verspannungen im Bereich der Kopf-, Schulter- und Nackenpartie. Bleibende Haltungsschäden können zudem entstehen.

Nächtliches Zähneknirschen wird in der Regel durch psychische Belastungen ausgelöst. Stress gilt in diesem Zusammenhang als häufigster Auslöser. Neben psychischen Komponenten können aber auch Fehlbelastungen wie frühzeitiger Zahnverlust oder übergroße Füllungen das nächtliche Zähneknirschen auslösen.

Diagnose und Behandlung der craniomandibulären Dysfunktion (CMD)

Bei einer ersten Untersuchung widmet sich der behandelnde Zahnarzt allen Muskeln, die für das Kaugeschehen notwendig sind. Die Beweglichkeit des Kiefergelenkes wird genauso in die Untersuchung miteinbezogen wie die Kontakte aller Zähne zueinander. Zusammengefasst wird diese erste Untersuchung als eine klinische Funktionsanalyse bezeichnet.

In einem weiteren Schritt, der sogenannten Strukturanalyse, wird die Belastungssituation der Muskulatur untersucht. Ein Gipsmodell des Kiefers wird angefertigt, um eventuelle versteckte Ursachen erkennen und behandeln zu können.

Erst wenn eine vorhandene Überbelastung erkannt wird, kann auch eine sinnvolle Behandlung stattfinden. Orthopädische Befunde können ebenfalls bei der Ursachenforschung behilflich sein. So können beispielsweise Haltungsschäden im Bereich der Wirbelsäule eine craniomandibuläre Dysfunktion begünstigen. Eine Zusammenarbeit unterschiedlicher ärztlicher Fachrichtungen kann Diagnose und Behandlung positiv unterstützen.

Physiotherapeutische Maßnahmen können die zahnärztliche Behandlung positiv unterstützen. Sind seelische Probleme der Auslöser der CMD, ist es wichtig, dass der Patient neben der zahnärztlichen Behandlung zudem beginnt, sich mit den seelischen Belangen zu beschäftigen.


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