Fallbeispiel zur Umweltzahnmedizin: weibliche Patientin, 50 Jahre

Eine 50-jährige Patientin gab an, vollkommen gesund und frei von Allergien zu sein, sodass wir ihr im November des Jahres 2012 eine Aufbissschiene bzw. Knirscherschiene aus Kunststoff einsetzten. Da wir keinerlei Risiko bei der Behandlung sahen, verzichteten wir auf entsprechende Verträglichkeitstest – immerhin trug sie bereits seit mehreren Jahren Füllungen aus Kunststoff im Mund.

Die nächste Kontrolluntersuchung erfolgte im Februar 2013. Bei dieser Untersuchung stellten wir Veränderungen in der Mundschleimhaut fest – die Diagnose lautete: Lichen planus. Auf weiteres Nachfragen teilte uns die betroffene Patientin mit, auch drei rote Hautstellen am Bauch zu haben, die durch den Hautarzt nicht zufriedenstellend abgeklärt werden konnten.

In den vorangegangenen Monaten kam es zu keinen Veränderungen in den Lebensumständen der Patientin, also führten wir Allergietests in Bezug auf die Aufbissschiene und sicherheitshalber auch auf die Füllungen durch. Dabei stellte sich eine extreme Sensibilisierung gegenüber der Knirscherschiene heraus – die Füllungen hingegen schienen auch weiterhin gut vertragen zu werden.

Schon kurze Zeit nachdem wir eine – zuvor ausgetestete – kunststofffreie Schiene einsetzten, bildeten sich die Schleimhaut- wie auch die Hautveränderungen zurück. Der Lichen planus ist seither nicht mehr in Erscheinung getreten.