Fallbeispiel zur Umweltzahnmedizin: weiblicher Patient, 37 Jahre

Im Februar 2002 suchte uns eine Patientin mit dem Wunsch auf, dass wir eine Amalgamsanierung bei ihr durchführen sollten. Sie gab an, seit nunmehr zehn Jahren an einer Autoimmunerkrankung namens „Myasthenia gravis“ zu leiden – das Immunsystem bekämpfte ihre eigene Muskulatur. Die Folgen:
✘ Muskelschwäche
✘ Störungen der Motorik
✘ Sprachstörungen
✘ Atemprobleme
✘ Allgemeines Krankheitsgefühl

Ihre Erkrankung galt als unheilbar und um die Symptome zu unterdrücken, nahm die Patientin sogenannte Immunsuppressiva ein.

Verschiedene erfolglose Behandlungen bei Fachärzten und ein längerer Klinikaufenthalt veranlassten sie schließlich dazu, unsere Praxis aufzusuchen und die Amalgamfüllungen austauschen zu lassen. Als Chemie-Ingenieurin war sie selbst wissenschaftlich tätig und so hatte sich auch selbst bereits ausgiebig anhand entsprechender Fachliteratur über die Zusammenhänge zwischen Amalgam und ihren Symptomen informiert.

Erfahrungen mit der Umweltzahnmedizin

Im Oktober und im November 2002 kamen wir ihrem Wunsch nach: Wir entfernten sämtliche Amalgamfüllungen in vier Sitzungen und unter entsprechenden Schutzvorkehrungen wie

✔ Atemschutz
✔ Augenschutz
✔ Kofferdam
✔ Spezialsauger

Anschließend versorgten wir ihre Zähne mit neutralem Zement. Jede einzelne Behandlung schloss mit einer Ausleitung sowie mit einer Bestimmung der Laborwerte in Bezug auf die Acetyl-Cholin-Rezeptor-Antikörper ab. Währen diese Antikörper vor der ersten Entfernung ihrer Amalgamfüllungen noch sehr hoch ausfielen, sanken die Werte mit jeder weiteren Sitzung deutlich. Nach Ausbohrung der letzten Amalgamfüllungen lagen die Werte bei nahezu Null. Ihre Sprachstörungen wie auch die motorischen Einschränkungen verschwanden.

Zum Zeitpunkt dieser Niederschrift sind insgesamt elf Jahre vergangen. Die Patientin ist nach wie vor von allen Symptomen befreit, ihre Autoimmunerkrankung hat sich nicht mehr gezeigt. Sie fühlt sich gesund und belastbar, ohne auf Medikamente angewiesen zu sein.