Fallbeispiel zur Umweltzahnmedizin: weiblicher Patient, 62 Jahre

Die Patientin war 62 Jahre alt, als sie uns in 2002 erstmalig in unserer Praxis aufsuchte. Sie klagte über

✘ chronische Müdigkeit
✘ allgemeines Krankheitsgefühl
✘ Quecksilberbelastung
✘ Übersäuerung
✘ Haarlosigkeit
✘ Muskelschmerzen
✘ Gelenkschmerzen

Sie erklärte, bereits seit vielen Jahren unter diesen Symptomen zu leiden. Ihr Haarverlust habe vor zwei Jahrzehnten begonnen, seit neun Jahren sei sie komplett haarlos und sie trage eine Perücke. Sie suchte diverse Fachärzte auf, doch niemand konnte ihr erklären, warum sie mit diesen Beschwerden leben musste. Schließlich äußerste eine Heilpraktikerin den Verdacht eines Zusammenhangs mit dem Geschehen in ihrem Mundraum – sie regte an, einen ganzheitlichen Zahnmediziner aufzusuchen.

Während einer ersten Untersuchung entdeckten wir insgesamt 16 Zahnkronen/-brücken aus verblendetem Edelmetall. Der Zahnersatz war technisch einwandfrei, auch die drei wurzelgefüllten und überkronten Zähne zeigten keine Auffälligkeiten im Röntgenbefund. Anschließend führten wir einen Orotox-Test durch – ein spezieller Störfeldtest, der eine Belastung von zweien dieser Zähne mit entzündlichen Proteinen und Toxinen nachwies. Der dritte Zahn erwies sich auch dieses Mal als unauffällig.

Ihr Speichel wies ein erhöhtes Vorkommen von freigesetztem Palladium auf, weshalb wir einen Bluttest (LTT) vornahmen. Darüber stellten wir eine Sensibilisierung gegen die toxischen Bestandteile ihrer Dentallegierungen fest. Da alle Kronen und Brücken Palladium enthielten, entfernten wir diese nebst weiteren Amalgamfüllungen. Die zwei beherdeten Problemzähne mussten chirurgisch extrahiert werden. Danach versorgten wir die Patientin mit Provisorien, die laut individueller Tests verträglicher für sie sein sollten. Gleichzeitig leiteten wir die Schadstoffe aus und führten Mikronährstoffe hinzu.

Nach kürzester Zeit wuchsen ihre Haare – ein Jahr später verfügte sie wieder über eine dichte und eigene Haarpracht. Die Perücke wurde überflüssig, die Patientin fühlte sich rundum fit und gesund. Dies war der perfekte Zeitpunkt, um die endgültigen Brücken und Kronen aus Keramik einzugliedern. Elf Jahre später fühlt sich die Patientin immer noch wohl – ihre früheren Beschwerden resultierten also einzig und allein aus den entzündeten und abgestorbenen Zähnen sowie dem unverträglichen Zahnmaterial.