Aufbissschiene

Alltagsstress führt zu Stress im Kiefer

Stress – Jetzt die Zähne zusammenbeißen und dann geht’s los – ein altes Sprichwort, das uns immer in stressigen und kräftezehrenden Situationen begegnet. Termindruck und Hektik nehmen Jahr für Jahr zu, ein Großteil unserer Bevölkerung hat inzwischen darunter zu leiden. Der Alltag wird immer stressiger.

Hintergründe des Zähneknirschens

Fast jeder zehnte Patient zwischen 20 und 65 Jahren klagt über Krankheitsbilder wie die craniomandibuläre Dysfunktion oder Bruxismus – die Frauen trifft es in der Regel doppelt so oft wie die Männer.

Die Ursache liegt laut Expertenmeinung in der andauernden Stressbelastung im Berufsleben, im familiären Alltag, vor Prüfungen etc. – andererseits aber auch in funktionellen Störungen des Kauapparates. Funktionsstörungen, die entweder angeboren sind oder hervorgerufen werden durch mangelhaft angepasste Brücken und Kronen bzw. schlecht sitzenden Zahnersatz.

Körperliche Reaktionen auf Stress

Neueste Studien belegen, dass immer mehr Patienten aufgrund von beruflichen bzw. persönlichen Stressbelastungen abbauen. Zu den körperlichen Symptomen zählen:

✔ Kopfschmerzen und Migräne
✔ Nackenschmerzen
✔ Ohrenschmerzen
✔ Tinnitus
✔ Kieferschmerzen
✔ Bruxismus: übermäßiges und unterbewusstes Reiben und Beißen, Pressen und Knirschen der Zähne aufeinander

In unserer Zahnarztpraxis stoßen wir auf die Folgen dieses ständigen Drucks:

✘ abgeschliffene, spiegelglatte Zahnflächen
✘ Sprünge und Risse in den Zähnen
✘ lockere Zähne
✘ Zahnfleischprobleme

Der Patient selbst merkt oft gar nicht, dass er die Zähne während der Nacht zu fest aufeinanderpresst. Er wacht am folgenden Morgen allerdings auch nicht besonders ausgeruht auf, sondern fühlt sich müde und schlapp. Nicht überraschend, wenn man sich vor Augen führt, dass die Kaumuskulatur nachts die Arbeit eines Hochleistungssportlers vollbracht hat – ähnlich wie Arnold Schwarzenegger auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Ein Knirscher kann die Zähne mit bis zu 400 kg/cm² zusammenbeißen – das ist das Doppelte der menschlichen Kaukraft. Über Jahre hinweg bauen sich Muskulatur, Bandapparat und Kiefergelenk ab.

Therapie gegen den Verschleiß

Für uns sind ein ausführliches Gespräch sowie eine gründliche und umfassende Untersuchung von großer Bedeutung. Sollten wir während einer solchen Routineuntersuchung Auffälligkeiten feststellen, so sprechen wir Sie als Patienten direkt an und suchen gemeinsam nach optimalen Lösungen. Eine anschließende Therapie wird individuell auf Sie und Ihre Beschwerden, aber auch auf deren Ursachen abgestimmt. Als ganzheitliche Zahnarztpraxis nutzen wir mehrere Eckpfeiler, z. B.

✔ Unterstützung durch eine physiotherapeutische bzw. osteopathische Betreuung
✔ Computergestützte Vermessungen, um Ober- und Unterkiefer optimal zuordnen zu können
✔ Ganzheitliche Therapiemethoden wie Homöopathie, Hypnose, Entspannungstechniken und Akupunktur
✔ Herstellung einer individuell angepassten Knirscherschiene oder eines Bionators

Die Knirscherschiene schützt die Zähne vor den Folgen nächtlichen Zähneknirschens, aber auch vor dem unbewussten Pressen in über den Tag verteilten Stressmomenten. Sie bringt das Kiefergelenk wieder in seine ursprüngliche Position und entlastet das System aus Muskeln, Knochen und Bändern. Nach kurzer Zeit fällt es dem betroffenen Patienten schon wieder leichter, während der Nachtruhe Kraft und Energie zu tanken und motiviert in den Tag zu starten. Die wiederhergestellte Balance zwischen Unter- und Oberkiefer löst Schmerzen und Verspannungen.

Um also nochmal auf das zu Anfang genannte Sprichwort zurückzukommen: Beißen Sie sich nicht länger durchs Leben – wenn Sie sich in den hier beschriebenen Symptomen wiederfinden, so machen Sie einen Termin mit uns und informieren Sie uns über Ihre Probleme. Wir freuen uns darauf, Ihnen helfen zu dürfen.

Zahnärztin Dr. med. dent. Hiltrud Boeger