Mundstrom: Störfeld-Diagnostik

Mundstrom und Störfeldsanierung – Immer wieder leiden Patienten unter rheumatischen Beschwerden oder erhöhten Entzündungswerten, ohne dass der behandelnde Arzt eine Ursache dafür findet. In vielen Fällen können Zähne die Quelle der Entzündungen darstellen, z. B.:

✔ unverträgliche Zahnmaterialien
✔ abgestorbene Zähne
✔ unerkannte Parodontitis
✔ etc.

Eine Immunreaktion wird ausgelöst, die schließlich im ganzen Organismus entzündliche Krankheiten hervorbringt – oder bereits bestehende Entzündungen verstärkt. Ein Zusammenhang, der nicht gleich offensichtlich ist, da Ursache und deren Auswirkungen an verschiedenen Körperstellen auftreten. Wissenschaftlich fundierte immunologische und toxikologische Tests helfen uns, diese Zusammenhänge aufzudecken.

Häufig können die Herde beseitigt und der betroffene Zahn erhalten werden – manchmal muss der schuldige Zahn jedoch leider entfernt werden.

Mundstrom: Störfeldsanierung senkt das Gesundheitsrisiko

Unser Immunsystem verfügt über Entzündungszellen, die für die Eliminierung von

✔ Bakterien
✔ Viren
✔ Schadstoffen
✔ Parasiten
✔ und Tumorzellen

von wesentlicher Bedeutung sind. Wichtig ist also, dass diese Zellen weder zu stark, noch zu schwach reagieren. Um ein ausgewogenes Gleichgewicht beizubehalten, dürfen die Immunzellen nicht zu lange und nicht zu intensiv in Anspruch genommen werden – genau dies ist jedoch bei chronischen, lokalen Entzündungen durchaus der Fall. Die Entzündungszellen werden schlichtweg überfordert und können ihre Arbeit nicht mehr effektiv ausüben. So können schon schwach ausgeprägte oder stumme Entzündungen, wie sie relativ oft im Kiefer in Erscheinung treten, sowohl die Entstehung als auch die Verbreitung chronischer Erkrankungen – schlimmstenfalls sogar Krebs – begünstigen.

Dies belegen wissenschaftliche Studien, u. a. von Prof. R. Boland aus Dallas (USA), Prof. J. Emmrich aus Rostock (Deutschland), Prof. M. Lukas aus Prag (Tschechien) und Prof. N. Arber aus Tel Aviv (Israel).

Störfeld-Diagnostik (Mundstrom-Messung)

Ganzheitliche Zahnmedizin beschränkt sich nicht nur auf die Behandlung im zahnärztlichen Segment, sondern betrachtet den Menschen als eine Einheit aus Körper und Seele.

Aus diesem Grund findet auch die Mundstrommessung in der ganzheitlichen Zahnmedizin ihren Einsatz. Ziel der Mundstrom-Messung – auch als Störfeld-Diagnostik bekannt – ist es, elektrische Strömungen zwischen Füllungen aufzuspüren. In der ganzheitlichen Zahnmedizin wird der Ansatz verfolgt, dass sich zwischen verschiedenen Metallen im Mundraum ein elektrisches Potenzial entwickeln kann.

Gerade in der wässrigen Umgebung des Mundraumes ist es durchaus möglich, dass die unterschiedliche Zusammensetzung verschiedener Metalle elektrochemische Vorgänge auslöst. Unedlere Metalle geben in den Speichel Ionen ab, die im Speichel zu Elektrolyten werden. Hochwertigere Metalle hingegen lagern die Ionen auf der Oberfläche ab, da edleres Metall träger ist als unedleres. Besonders hohe Werte ergeben sich nachweislich beim Zusammentreffen von Amalgam und Gold. Hierbei ist das Amalgam das unedle Metall und Gold das edle. Es entsteht also die eben beschriebene Situation.

In jedem biologischen Lebewesen existiert ein bestimmter Stromfluss. Dieser Stromfluss ist notwendig für bestimmte lebensnotwendige Vorgänge. Ein Beispiel für diese Stromflüsse ist die Reizübertragung in den Nerven. Entstehen diese Stromflüsse jedoch zwischen metallischen Zahnfüllungen, können chronische Erkrankungen entstehen.

Die Folge können unter anderem folgende Erkrankungen sein:

• Störungen des Immunsystems,
• Veränderungen der Mund- und Darmschleimhaut,
• Korrosion von Metallen in den Zahnfüllungen,
• Pilzbefall,
• metallischer Geschmack im Mundraum,
• Allergien,
• Kurzschlüsse, wenn es zum Kontakt der Zahnfüllungen kommt,
• Nervenirritationen,
• Beeinflussung von Nerven- und Gehirnströmen,
• Veränderungen der bakteriellen Mundflora,
• Depressionen,
• Schlafstörungen,
• Hauterkrankungen,
• Schwindel und Kopfschmerz,
• Mundtrockenheit,
• Aphten,
• Mundbrennen.

So funktioniert die Mundstrom-Messung

Ziel der Mundstrom-Messung ist es, Gleichstrom-Strömungen zu messen, die zwischen unterschiedlichen Zahnfüllungen fließen. Bevor mit der eigentlichen Messung begonnen wird, wird zunächst der pH-Wert des Speichels ermittelt. Dieser Wert hat ebenfalls Einfluss auf den letztendlichen Messwert. Ist der pH-Wert ermittelt, kann mit der eigentlichen Messung begonnen werden. Hierfür werden zwei Elektroden an Zähnen mit unterschiedlichen Zahnfüllungen angelegt und der Spannungsunterschied wird ermittelt.

Der Stromfluss im menschlichen Nervensystem entwickelt geringe elektrische Potenziale in einem Bereich von – 80 mV bis zu + 30 mV. Im Gegensatz dazu können die im Speichel entstehenden Potenziale einen Wert von bis zu 300 mV erreichen. Diese hohen Werte sind in der Lage, Störfelder zu bilden, die sich auch auf Körperbereiche außerhalb der Mundhöhle ausbreiten können.

Beschränkt sich die Zahnmedizin auf die bloße Behandlung zahnmedizinischer Problemstellungen, können die Störfelder nicht erkannt und behandelt werden. Aus diesem Grund beschäftigt sich die ganzheitliche Zahnmedizin mit dem Zusammenspiel von Körper und Geist als eine funktionierende Einheit. Natürlich sollte in Bezug auf die Mundstrommessung beachtet werden, dass eine solche Messung nicht zwingend als Lösung für alle gesundheitlichen Beschwerden angewendet werden sollte.

Natürlich lässt sich der Einsatz von Metallen in der Zahnmedizin nicht komplett vermeiden. Vor allem in Bezug auf die Herstellung von Zahnersatz lässt sich die Verwendung von Metallen nicht vermeiden. Erst durch eine Metallbasis erhält eine Prothese beispielsweise ihre Stabilität. Auch Zahnfüllungen bestehen aus Metallen und unterschiedlichen Legierungen. Einzig auf das Amalgam kann vollständig verzichtet werden, da es durch Kunststoff- und Keramik-Inlays weitestgehend ersetzt werden kann.