Parodontologie bzw. parodontale Medizin

Die Parodontitis umschreibt eine Zahnbetterkrankung, die mit einer Entzündung am Zahnfleisch bzw. Kieferknochen verbunden ist.

Während die Parodontitis – ebenso wie die Periimplantitis, eine Entzündung im Implantatbett – in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder auf eine mangelhafte Pflege der Zähne und der Implantate zurückgeführt wurde, wissen wir nun, dass nicht immer der bakterielle Zahnbelag (Plaque) verantwortlich gemacht werden kann. Selbst Patienten mit herausragender Mundhygiene klagen über Parodontitis oder Periimplantitis – insbesondere dann, wenn sie sich in der mittleren Lebensphase befinden. Fast jeder Patient über 50 Jahr leidet unter der Parodontitis.

Darüber hinaus betrachten wir die Parodontitis und auch die Periimplantitis längst nicht mehr nur als zahnmedizinisches Problem, sondern vielmehr auch als systemische Allgemeinerkrankung. Eine Parodontalbehandlung erfolgt allein schon deswegen unter dem Aspekt der parodontalen Medizin.

Inhalte der Parodontolgie

Inhaltlich befasst sich die Parodontalmedizin z. B. mit

✔ Parodontitis oder Periimplantitis bei internistischen Krankheiten sowie deren Symptome
✔ Parodontitis oder Periimplantitis bei Autoimmunerkrankungen
✔ Parodontitis oder Periimplantitis bei rheumatischen Beschwerden
✔ Parodontitis oder Periimplantitis bei Allergien
✔ Parodontitis oder Periimplantitis in der Schwangerschaft
✔ Parodontitis oder Periimplantitis bei Stoffwechselstörungen

Bleibt die Parodontitis bzw. die Periimplantitis unerkannt und somit unbehandelt, so können diese chronischen Entzündungen ein Altern des Immunsystems – also das Inflammaging – begünstigen, die Lebensqualität einschränken und sogar die Lebenserwartung verkürzen. Erkenntnisse, die bereits von der modernen Anti-Aging Medizin genutzt und umgesetzt werden.