Herausnehmbarer Zahnersatz

Herausnehmbarer Zahnersatz für ein würdevolles Lächeln

Herausnehmbarer ZahnersatzImmer dann, wenn die Voraussetzungen gegen einen festsitzenden Zahnersatz sprechen, empfiehlt der Zahnarzt den herausnehmbaren Zahnersatz. Hierbei handelt es sich um eine Teil- oder Vollprothese, die folgende Funktionen erfüllt:

✔ Wiederherstellung der Kaufunktion
✔ Sprachbildung
✔ Ästhetik
✔ Vermeidung weiteren Zahnverlustes
✔ Vermeidung des Kippens oder Wanderns verbliebener Zähne in die entstandenen Zahnlücken
✔ Schutz vor ungleichmäßiger Abnutzung im Kiefergelenk
✔ Schutz vor Überlastung der Kaumuskulatur

Anwendungsbereiche der Teilprothese

Die Teilprothese ist die optimale Versorgungsform, wenn noch Zähne im Ober- bzw. Unterkiefer vorhanden sind, ein festsitzender Zahnersatz hier jedoch keinen Halt findet. Gleiches gilt, wenn tatsächlich mehr Zähne zu ersetzen sind, als der Patient noch in seinem Mund besitzt – oder wenn in naher Zukunft mit weiteren Zahnverlusten zu rechnen ist.

Anwendungsbereiche der Vollprothese

Sofern keine Zähne mehr im Kiefer vorhanden sind – was einen festsitzenden Zahnersatz wie Zahnimplantate, Zahnbrücke oder Kronen von vornherein ausschließt – wird die Totalprothese direkt auf der Schleimhaut des Patienten aufgesetzt.

Auch diese Prothese ist herausnehmbar, allerdings auch recht breitflächig, um die Kaubelastung und den Druck auf den Kiefer gleichmäßig zu verteilen.

Das kleine Lexikon des herausnehmbaren Zahnersatzes

Im Zusammenhang mit dem herausnehmbaren Zahnersatz fallen immer wieder fachliche Begrifflichkeiten, die für den Laien nur schwer zu verstehen sind. Die wichtigsten Bezeichnungen und ihre Bedeutung finden Sie in unserem folgenden Mini-Lexikon:

✎ Geschiebeprothese

Die Geschiebeprothese fällt unter die Kategorie der Teilprothesen. Sie wird über ein „Geschiebe“ an den lasttragenden Pfeilerzähnen befestigt: Die Pfeilerzähne werden zuvor beschliffen und für die Aufnahme einer Krone präpariert – das Präzisionsgeschiebe besteht aus ineinandergreifenden Elementen, die einerseits am Kronenblock und andererseits an der herausnehmbaren Prothese fixiert sind. Dieses Verfahren erfolgt nach dem Prinzip der Haftreibung.

✎ Interimsprothese

Bei der Interimsprothese handelt es sich um eine einfache Übergangsprothese, die dem Patienten die Zeit bis zum Erhalt der endgültigen Prothese erleichtert.

✎ Klammerprothese

Wie der Name schon vermuten lässt, werden Klammerprothesen mittels Klammern, die zumeist aus Metall bestehen, an den noch festsitzenden Zähnen befestigt – es handelt sich hierbei folglich ebenfalls um eine Variante der Teilprothese. Der Vorteil dieser Klammerprothesen ist in den verhältnismäßig niedrigen Kosten zu sehen. Nachteilig ist zu werten, dass die unschönen Klammern besonders im Bereich der Frontzähne deutlich zu sehen sind und den gesunden Zahn auf Dauer beschädigen können.

Herausnehmbarer Zahnersatz✎ Modellgussprothese

Die Modellgussprothese ist ebenfalls eine Klammerprothese. Die Bezeichnung „Modellgussprothese“ (kurz: MOG) basiert auf dem Metallgerüst bestehend aus einer Chrom-Cobalt-Molybdän-Legierung, welches in einem Stück gegossen wird und anschließend der Befestigung sogenannter Prothesensättel dient, die die künstlichen Zähne tragen.

✎ Teleskopprothese

Die Teleskopprothese beschreibt eine Form der Teilprothese, die sowohl fest sitzt, als auch herausnehmbar ist. Es handelt sich hierbei folglich um einen kombinierten Zahnersatz, der sich in der Herstellung recht aufwändig verhält und auch in Anbetracht der vergleichsweise höheren Kosten eine eher „deutsche Spezialität“ ist. Der Grund: Teleskopbrücken sind Doppelkronen. Sie bestehen aus den inneren Kronen (= Primärkronen), die fest einzementiert werden, und den äußeren Kronen (=Sekundärkronen), welche an den herausnehmbaren Prothesen zu finden sind. Sie werden schließlich übereinander gestülpt, um so die Haftreibung und damit einen angenehm festen Sitz der Prothese zu erzielen.

Herausnehmbarer Zahnersatz – eine Regelversorgung der Krankenkassen?

Die gesetzlichen Krankenkassen verstehen all jene Zahnersatzversorgungen als Regelversorgung, die das Wirtschaftlichkeitsgebot gem. §12 SGB V erfüllen. Der herausnehmbare Zahnersatz entspricht diesen Anforderungen in der Regel und wird dementsprechend mit einem Festzuschuss unterstützt – es lohnt sich also, den Zahnarzt regelmäßig aufzusuchen und das Bonusheft zu pflegen.

Die Bezuschussung ist allerdings an gewisse Bedingungen geknüpft, so ist beispielsweise die Modellgussprothese als Teilprothese zu bevorzugen und eine Kombinationsversorgung auf Eckzähnen sowie auf den ersten Prämolaren (= Backenzähnen) durch Teleskopkronen möglich. Lassen Sie sich von den erfahrenen Viva Dental Zahnärzten rund um Geschiebeprothesen oder Klammerprothesen, zu Vollprothesen, aber gerne auch in Bezug auf Implantate, Knochenaufbau und mehr beraten.

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