Endodontie

Endodontie – die Behandlung des Zahninneren

EndodontieTemperaturempfindliche oder plötzlich schmerzende Zähne können auf Karies, Risse im Zahn, abgebrochene Zahnecken oder einen Spalt zwischen einem Zahn und seiner Füllung zurückzuführen sein. Bakterien dringen in das Zahninnere ein, das Weichgewebe (Zahnpulpa) entzündet sich.

Manchmal bleibt dieser Vorgang gänzlich unbemerkt, darum sollten Sie die regelmäßigen Untersuchungen und Kontrolltermine bei Ihrem Zahnarzt unbedingt wahrnehmen: Durch Röntgenaufnahmen oder Sensibilitätstest können Erkrankungen festgestellt werden, noch bevor sie starke Schmerzen nach sich ziehen.

Unbehandelt hingegen zerstören die Bakterien zunächst die Pulpa, um anschließend in den Kieferknochen vorzudringen. Die Folgen:

✘ Knochenabbau
✘ eitrige Entzündungen
✘ Schwächung des Immunsystems
✘ andere körperliche Erkrankungen

Während derartig entzündete Zähne früher nur noch extrahiert werden konnten, bietet die Endodontie heute die Möglichkeit, auch einen erkrankten Zahn dauerhaft und vor allem gefahrlos im Mund zu belassen. Die Bezeichnung der „Endodontie“ bzw. der „endodontischen Wurzelbehandlung“ leitet sich übrigens von dem griechischen Wort „endodont“ ab, was übersetzt bedeutet: „das Zahninnere“ – sprich: die Wurzel.

Die 7 Schritte der Endodontie

➊ Betäubung und Präparation

Im ersten Schritt der Therapie setzt der behandelnde Arzt die Betäubung. Anschließend verhindert eine Isolierung mittels Spanngummi (Kofferdamm), dass der Speichel des Patienten in den Zahn bzw. Spülflüssigkeit in den Mundraum eindringt.

➋ Zahnöffnung

Um das Pulpagewebe zu entfernen, wird der Zahn geöffnet – dies gilt für jeden einzelnen Kanaleingang. Manchmal verwenden Zahnärzte gerne eine optische Vergrößerungshilfe wie Lupenbrille oder Mikroskop, denn für den Erfolg der Wurzelkanalbehandlung müssen wirklich alle Kanäle eines Zahnes gefunden und geöffnet werden, damit auch alle Bakterien beseitigt werden können.

➌ Bestimmung der Kanallänge

Die optimale Reinigung des Zahns ist nicht allein von der Anzahl der Kanäle, sondern auch von ihrer Länge abhängig. Röntgenbilder, aber auch computergestützte Verfahren helfen jeder innovativen und modernen Zahnarztpraxis, die Kanallänge überaus präzise zu bestimmen.

➍ Reinigung

Nachdem nun Anzahl und Länge der Wurzelkanäle feststehen, kann die eigentliche Reinigung erfolgen. Hierzu verwendet der Zahnarzt feinste Handinstrumente oder auch flexible, rotierende Instrumente, die aus einer Nickel-Titan-Legierung bestehen. Dank der sehr hohen Flexibilität dieser Instrumente können selbst gekrümmte Wurzelkanäle mit einer Qualität gereinigt werden, die vor wenigen Jahren kaum vorstellbar war.

➎ Desinfektion

Nach der Kanalaufbereitung reinigt und desinfiziert Ihr Arzt die Wurzelkanäle mit speziellen Spülflüssigkeiten, deren Effizienz durch eine Ultraschallaktivierung sogar noch erhöht werden kann.

➏ Wurzelkanalfüllung

Hier verfügen wir und zahnärztliche Kollegen über verschiedene Alternativen in Bezug auf Methode und Material: Am gebräuchlichsten ist nach wie vor das sogenannten Gutapercha – ein elastisches Naturmaterial, das mit einem dentalen Klebstoff kombiniert wird. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der Kanal dicht und wandständig aufgefüllt ist, damit sich Bakterien nicht erneut ansiedeln und den Zahn infizieren.

➐ Zahnverschluss

Nachdem die Wurzelkanäle vollständig aufgefüllt sind, kann auch die geöffnete Zahnkrone mit einer stabilen und dichten Füllung wieder verschlossen werden.

➞ Eine Wurzelkanalbehandlung kann in einer Sitzung oder in mehreren Behandlungen erfolgen – hier berät Sie Ihr Zahnarzt.

➞ Vereinbaren Sie noch heute einen Termin bei Viva Dental: Wir sind auf Endodontologie wie auch auf Parodontologie und Implantologie spezialisiert. Wir werden Ihnen alle Fragen rund um endodontische Wurzelkanalbehandlungen gerne ausführlich beantworten. Wir informieren Sie selbstverständlich auch über den individuellen Behandlungsablauf sowie die Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen der Zahnerhaltung.