Weisheitszahn OP – ja oder nein?

Sofern der Durchbruch nicht mit Komplikationen und akuten Schmerzen verbunden ist, ist die Entscheidung für die bzw. wider der Weisheitszahn OP auch für erfahrene Zahnärzte nicht immer einfach zu treffen. Auch die vorsorgliche Entfernung von Weisheitszähnen ist heutzutage umstritten, denn während die Befürworter mit Schäden an den benachbarten Zähnen argumentieren, so bestreiten die Kritiker den nachweisbaren Erfolg jener Behandlung.

Weisheitszahn OPLetztendlich lassen sich Antworten nur individuell und gemeinsam mit dem Patienten finden – und dieser sollte von Anfang an über den Eingriff, den Nutzen und die Risiken beraten werden.

In einem Beitrag veröffentlichte die Bundesärztekammer verschiedene Fragestellungen, die eine Entscheidung zu diesem Thema „Extraktion – ja oder nein“ erleichtern sollen:

➜ Welche Aussichten bestehen auf eine positive Entwicklung der Weisheitszähne, wenn sie nicht vorzeitig entfernt werden?
➜ Unter welchen konkreten Risiken muss der Zahn gezogen werden?
➜ Könnten die Weisheitszähne alternativ auch den Platz verlorener oder erkrankter Zähne einnehmen?
➜ Führen die Weisheitszähne bereits zu krankhaften Veränderungen am Ober- oder Unterkiefer bzw. an anderen Zähnen?

Das Pro und Contra der Weisheitszahn OP

Experten der Zahnmedizin orientieren sich an bestimmten Indikationen, um eine Entscheidung im Sinne des Patienten zu treffen. So bejahen sie die Frage der Weisheitszahn OP bei:

✔ Schlupfwinkelinfektionen, sprich: bei Entzündungen um den Weisheitszahn herum (insbesondere, wenn dieser bereits durchgebrochen ist)
✔ Karies
✔ Zysten
✔ Wurzelentzündungen
✔ Auflösungserscheinungen oder anderen Erkrankungen des benachbarten Zahnes
✔ durch den Weisheitszahn erschwerten Bedingungen einer Kiefer-Operation

Gegen die Entfernung eines Weisheitszahnes spricht:

✘ dass sich die Weisheitszähne eventuell auch richtig in die Zahnreihe eingliedern könnten
✘ dass die Weisheitszähne noch sehr tief im Knochen liegen, denn es besteht ein hohes Risiko operativer Komplikationen
✘ dass die Weisheitszähne vollkommen gesund sind

Ablauf der Weisheitszahn OP

Die operative Entfernung eines Weisheitszahnes erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung – ist hingegen eine schwierige Operation zu erwarten oder kann kein schmerzfreier Eingriff durch die Lokalanästhesie gewährleistet werden, so kommt auch eine Vollnarkose in Betracht.

Zunächst wird der Knochen bzw. der Zahn ganz oder teilweise durch Wegklappen des Zahnfleisches freigelegt. Sollte der Knochen den Zahn überdecken, so fräst der Zahnarzt den Knochen mit Hilfe einer Knochenfräse – auch Lindemannfräse genannt – weg. Die Öffnung muss groß genug sein, dass der zu entfernende Zahn problemlos hindurch passt. Sollte eine solche Öffnung nicht möglich sein, sollte der Zahn zu tief im Kiefer verankert oder verlagert sein, so wird der Zahn vor der Extraktion ggf. im Kiefer durchtrennt. Nach der anschließenden Entfernung verschließen chirurgische Nähte die entstandene Wunde.

Mögliche Nachwirkungen der Extraktion

➜ Ödeme (Schwellungen) und Hämatome (Blutergüsse)
➜ trockene Alveole (Zahnfach)
➜ sichtbare Fäden und Nähte
➜ Schmerzen
➜ Kieferklemme
➜ Schluckbeschwerden
➜ Nachblutung

Sie sollten nach der Weisheitszahn OP unbedingt einen weiteren Termin mit Ihrem Zahnarzt Mönchengladbach vereinbaren, damit dieser die Wundheilung beobachten und ggf. positiv beeinflussen kann. Falls die Schmerzen nicht lachlassen, dürfen Sie sich selbstverständlich auch früher bei dem Arzt Ihres Vertrauens melden.

Sollten Sie weitere Fragen in Bezug auf die Weisheitszähne – oder natürlich auch auf die Themen unserer anderen Beiträge – haben, zögern Sie bitte nicht, umgehend Kontakt mit Viva Dental aufzunehmen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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